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Carsharing und Vermietung

by WeLiveInDE
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Carsharing und Vermietung

Dieses Kapitel handelt davon, wie man an ein Auto kommt, wenn man keins besitzt. In den meisten deutschen Städten muss man kein Auto kaufen, um bei Bedarf eines zur Verfügung zu haben. Zwei Systeme machen das möglich: Carsharing, bei dem man das Fahrzeug eines Anbieters minuten-, stunden- oder tageweise nutzt, und der klassische Mietwagen, den man für einen längeren Zeitraum bucht. Beide sind hier gut etabliert, beide sind für den durchschnittlichen Stadtbewohner günstiger und einfacher als ein eigenes Auto, bergen aber auch einige Fallstricke, in die insbesondere Ausländer tappen. Ziel ist es, Ihnen zu helfen, die richtige Option für Ihre Reise zu finden, sich problemlos anzumelden und die zwei häufigsten Fehler zu vermeiden, die Neuankömmlinge viel Geld kosten: Fahren mit einem abgelaufenen Führerschein und der Abschluss der falschen Mietwagenversicherung.

Prüfen Sie zunächst, ob Sie überhaupt fahren dürfen.

Alles in diesem Kapitel hängt von einer Sache ab, die nichts mit Autos zu tun hat: der Gültigkeit Ihres Führerscheins in Deutschland. Ohne einen gültigen Führerschein wird Ihnen kein Anbieter ein Auto vermieten, und Carsharing ist nicht legal. Besitzen Sie einen Führerschein aus einem EU- oder EWR-Land, ist dieser auch hier gültig, und Sie können problemlos fahren. Besitzen Sie hingegen einen Führerschein von außerhalb der EU, ist dieser in Deutschland nur für einen begrenzten Zeitraum gültig, in der Regel sechs Monate ab dem Datum Ihrer Anmeldung. Danach müssen Sie ihn umschreiben lassen, sonst dürfen Sie gar nicht mehr Auto fahren. Diese Sechsmonatsfrist und das Umschreibungsverfahren (welcher Führerschein direkt umgeschrieben werden kann und für welchen eine Prüfung erforderlich ist) werden ausführlich in unserem Kapitel zu diesem Thema erklärt. Autofahren in DeutschlandLesen Sie es zuerst. Wenn Ihr Führerschein abgelaufen ist, ist das Mieten oder Teilen von Autos nicht nur teuer, sondern auch illegal, und Ihre Versicherung deckt einen Unfall nicht ab.

Sofern Ihr Führerschein gültig ist, stellen Mietwagenfirmen und Carsharing-Anbieter zusätzliche Anforderungen. Üblicherweise gelten folgende: ein Mindestalter von in der Regel 21 Jahren, wobei für einige Fahrzeugklassen (Transporter, größere oder Premium-Fahrzeuge) 25 Jahre oder mehr erforderlich sind; eine Mindestdauer des Führerscheinbesitzes, typischerweise mindestens ein Jahr; und für viele Führerscheine aus Nicht-EU-Ländern ein internationaler Führerschein, der zusätzlich zum Original mitgeführt werden muss. Der internationale Führerschein ist lediglich eine beglaubigte Übersetzung Ihres nationalen Führerscheins und kein eigenständiger Führerschein. Daher müssen Sie beide Dokumente mitführen. Er ist in der Praxis immer dann Pflicht, wenn Ihr Führerschein nicht in lateinischer Schrift ausgestellt ist. Beantragen Sie den internationalen Führerschein in Ihrem Heimatland, bevor Sie nach Deutschland ziehen, da Sie in der Regel keinen für einen ausländischen Führerschein in Deutschland erhalten können. Carsharing-Anbieter überprüfen Ihren Führerschein üblicherweise einmalig bei der Registrierung, entweder persönlich in einer Partnerfiliale oder per Video-Identitätsprüfung (eine POS- oder IDnow-Verifizierung über Ihre Handykamera). Planen Sie daher ein bis zwei Tage vor Ihrer ersten Fahrt ein, anstatt zu erwarten, innerhalb einer Stunde fahren zu können.

Muss man wirklich ein Auto besitzen?

Bevor Sie Anbieter vergleichen, sollten Sie sich die ehrliche Frage stellen, die die meisten Neuankömmlinge überspringen: Brauchen Sie überhaupt ein eigenes Auto? Für die meisten Menschen in deutschen Städten lautet die Antwort: Nein. Ein Auto zu besitzen bedeutet hier Kfz-Steuer, eine obligatorische Versicherungsprämie, die Kosten für die regelmäßige Hauptuntersuchung (HU, TÜV) und in den meisten Innenstadtbezirken den Aufwand und die Kosten für Anwohnerparkausweise – ohne Garantie auf einen Parkplatz. Diese Fixkosten fallen monatlich an, egal ob Sie fahren oder nicht. Die wirtschaftlichen Aspekte des Autobesitzes und die genauen Kosten für Steuer und Hauptuntersuchung werden in [Link einfügen] erläutert. Autofahren in DeutschlandWir werden sie daher hier nicht wiederholen.

Für die meisten Stadtbewohner ist die günstigere und entspanntere Lösung ein Deutschlandticket für den täglichen öffentlichen Nahverkehr, ergänzt durch Carsharing oder einen Mietwagen für die Fälle, in denen man wirklich ein Auto benötigt, beispielsweise für einen Möbeltransport, eine Reise an einen Ort, der nicht mit der Bahn erreichbar ist, oder einen Wochenendausflug. Unser Kapitel zum Thema Öffentliches Transport System Der Artikel behandelt das Deutschlandticket und dessen Netzwerkstruktur. Carsharing ist am besten als Ergänzung für Haushalte ohne eigenes Auto oder für die letzte Meile zu verstehen, nicht als Ersatz. Um die eingesparten Kosten für den Fahrzeugbesitz zu ermitteln, bietet der kostenlose Kfz-Steuer-Rechner auf Werkzeu.ge eine Schätzung der jährlichen Steuer für ein bestimmtes Fahrzeug anhand von Motortyp und Emissionen an. Dieser Wert ist hilfreich, um die Kosten für gelegentliches Carsharing im Laufe eines Jahres zu vergleichen. Werkzeu.ge ist ein browserbasiertes Toolkit von Cryon UG, dem Unternehmen hinter WeLiveIn.de. Wer regelmäßig ein Auto für ganze Tage benötigt oder längere Strecken zurücklegt, kann die Kostenstruktur anders einschätzen. Weitere Informationen finden Sie in unserem entsprechenden Kapitel. Reisetipps für das Inland Beinhaltet Langzeitmietwagen und Fernreisen.

So funktioniert Carsharing: Die drei Modelle

Carsharing in Deutschland gibt es in drei Varianten, und die Wahl der richtigen hängt hauptsächlich von der Variante ab, weniger vom Anbieter. Die erste Variante ist das Free-Floating. Hierbei nehmen Sie ein verfügbares Auto innerhalb einer definierten Stadtzone und stellen es nach Gebrauch an einem beliebigen Ort innerhalb derselben Zone ab – ohne feste Station und ohne Rückfahrzeit. Der bekannteste Free-Floating-Anbieter ist Free2move (aus der Fusion von Car2Go und DriveNow hervorgegangen, die bis zur Integration in Free2move im Jahr 2024 unter dem Namen Share Now firmierten; daher kann der alte Name noch vorkommen). Der Hauptkonkurrent ist Miles, und Sixt bietet mit Sixt Share einen eigenen Free-Floating-Service an. Free-Floating eignet sich ideal für spontane Einwegfahrten innerhalb der Stadt: eine Fahrt durch die Stadt, um spät nach Hause zu kommen, wenn die Züge weniger fahren, oder um schnell etwas zu erledigen. Der wichtigste Unterschied bei der Abrechnung liegt in der Minuteneinteilung: Free2move und Sixt Share berechnen hauptsächlich pro Minute, während Miles in der Regel pro gefahrenen Kilometer abrechnet. Dieser eine Unterschied ist entscheidend: Stehen Sie im Stau oder müssen parken, während die Parkuhr läuft, werden Sie bei minutengenauer Abrechnung benachteiligt. Daher ist Miles oft günstiger für längere oder langsamere Fahrten, während minutengenaue Abrechnung für kurze Strecken günstiger sein kann. Vergleichen Sie daher immer beide Apps für Ihre konkrete Fahrt.

Die zweite Form ist stationsbasiert. Hier holen Sie das Auto an einer festen Station ab, in der Regel einem reservierten Parkplatz, und müssen es am Ende Ihrer Buchung wieder dort zurückbringen. Anbieter in diesem Segment sind unter anderem Cambio, Stadtmobil, book-n-drive und Flinkster (betrieben von der Deutschen Bahn). Viele davon sind Genossenschaften oder regionale Betreiber und keine großen Konzerne. Stationsbasiertes Sharing ist weniger spontan, da Sie ein bestimmtes Auto für einen bestimmten Zeitraum im Voraus buchen und es wieder an den Ausgangspunkt zurückbringen. Es ist jedoch deutlich günstiger für geplante und längere Nutzungen: beispielsweise für einen halben Tag Erledigungen, einen Tagesausflug oder einen Umzug. Wenn Sie im Voraus wissen, wann und wie lange Sie ein Auto benötigen, ist stationsbasiertes Sharing in der Regel die kostengünstigere Option. Die dritte Form ist Peer-to-Peer, bei dem Privatbesitzer ihre eigenen Autos über eine Plattform vermieten. Dieses Segment ist kleiner und hat sich in letzter Zeit konsolidiert: SnappCar ist weiterhin in Deutschland aktiv, das Europageschäft von Getaround wurde an das dänische Unternehmen GoMore verkauft, während Turo in Deutschland nicht verfügbar ist. Peer-to-Peer-Angebote können günstiger sein und bieten mehr ungewöhnliche Fahrzeuge, aber die Verfügbarkeit ist uneinheitlich und die Übergabe hängt von einer Privatperson und nicht von einem Unternehmen ab. Betrachten Sie es daher eher als Nischenoption denn als Ihren Hauptplan.

Egal welches Modell Sie nutzen, die Registrierung ist einmalig. Sie umfasst die Erstellung eines Kontos, den Identitätsnachweis und die Überprüfung Ihres Führerscheins (wie oben beschrieben). Manchmal fällt eine geringe einmalige Gebühr an, die jedoch bei vielen Anbietern im Rahmen von Aktionen erlassen wird. Nach dieser ersten Überprüfung öffnen Sie einfach die App, suchen sich ein Auto, entriegeln es mit Ihrem Smartphone und fahren los. Beachten Sie, dass die Zonen mit flexibler Fahrzeugnutzung klar definiert sind: Sie können zwar außerhalb der Zone fahren, die Miete dort aber nicht beenden. Sie zahlen also weiter, bis Sie das Auto wieder innerhalb der Zone abstellen oder einen Aufpreis für die Rückgabe an einem zugelassenen Abgabeort wie einem Flughafen entrichten.

Was Carsharing tatsächlich kostet

Der Reiz von Carsharing liegt darin, dass fast alles im Gesamtpreis enthalten ist. Kraftstoff oder Aufladen, Versicherung, Steuern und Parken innerhalb der Zone sind im Minuten- oder Kilometerpreis inbegriffen. Sie erhalten also keine separaten Rechnungen wie bei einem Mietwagen. Benötigt ein Carsharing-Auto Kraftstoff, befindet sich eine Tankkarte im Fahrzeug. Sie bezahlen damit an der Zapfsäule, nicht mit Ihrem eigenen Geld. Das Aufladen eines geteilten Elektroautos funktioniert genauso – auch hier wird eine Ladekarte bereitgestellt. Manche Anbieter schenken Ihnen sogar ein kleines Guthaben an Freiminuten für das Aufladen eines fast leeren Autos. Da das Parken innerhalb der Zone inklusive ist, können Sie ein Carsharing-Auto auf den meisten öffentlichen Parkplätzen am Straßenrand abstellen, ohne einen Parkautomaten betätigen zu müssen. Der Anbieter hat nämlich eine stadtweite Parkraumbewirtschaftung, die dies abdeckt. Das ist einer der größten Vorteile gegenüber einem eigenen Auto: Sie müssen sich nie um eine Anwohnerparkkarte kümmern oder Parkgebühren bezahlen.

Ein Kostenfaktor, den Sie nicht außer Acht lassen sollten, ist die Selbstbeteiligung (auch Selbstbehalt genannt). Diesen Betrag zahlen Sie selbst, wenn Sie das Auto beschädigen, bevor die Versicherung des Anbieters den Rest übernimmt. Bei einem Standard-Carsharing-Vertrag liegt diese Selbstbeteiligung üblicherweise im vierstelligen Bereich pro Schadensfall und gilt sogar für Schäden, die Sie nicht nachweislich verschuldet haben. Die meisten Anbieter ermöglichen es Ihnen, diese Selbstbeteiligung durch eine geringe Tages- oder Fahrtgebühr oder eine kostenpflichtige Mitgliedschaft zu reduzieren oder sogar auf nahezu null zu senken. Wenn Sie regelmäßig Carsharing nutzen, lohnt sich die Reduzierung der Selbstbeteiligung in der Regel. Machen Sie es sich außerdem zur Gewohnheit, vorhandene Kratzer oder Dellen zu fotografieren und diese vor Fahrtantritt in der App zu melden. Denn alles, was Sie nicht melden, kann Ihnen bei der Rückgabe des Autos in Rechnung gestellt werden. Um zu prüfen, ob sich eine bestimmte Fahrt mit einem Mitfahrgelegenheit anstatt mit öffentlichen Verkehrsmitteln überhaupt lohnt, bietet der kostenlose Spritkostenrechner auf Werkzeu.ge eine Übersicht. Er schätzt die Spritkosten für dieselbe Strecke und ermöglicht so einen schnellen Vergleich der Kilometerkosten einer Fahrt mit Miles mit den Kosten eines Bahntickets. Wie bei allen solchen Tools handelt es sich um eine Schätzung, nicht um eine Finanzberatung. Die kostenlose Version enthält zudem Werbung.

Mietwagen (Mietwagen)

Wenn Sie ein Auto für einen Tag oder länger benötigen oder ein bestimmtes Fahrzeugmodell wünschen, ist ein klassischer Mietwagen die richtige Wahl. Sie haben zwei Möglichkeiten zu buchen. Die erste ist die direkte Buchung bei einer der großen Autovermietungen: Sixt, Europcar, Hertz, Enterprise, Avis und deren Konkurrenten. Alle diese Anbieter haben Schalter an Flughäfen, Hauptbahnhöfen und in Stadtzentren. Die zweite Möglichkeit ist die Nutzung eines Preisvergleichsportals wie billiger-mietwagen oder check24. Diese vergleichen die Angebote derselben Anbieter und finden oft einen günstigeren Preis für das gleiche Fahrzeug, da Preisvergleichsportale Mengenrabatte aushandeln. Die Buchung über ein Preisvergleichsportal ist in der Regel günstiger. Lesen Sie jedoch genau, was im angezeigten Preis enthalten ist und was nicht. Denn hinter dem beworbenen Preis auf einem Vergleichsportal verbergen sich oft die Kosten für die Versicherung.

Die Anforderungen entsprechen denen der Führerscheinstelle und werden am Schalter strikt eingehalten. Sie müssen Ihren gültigen Führerschein, einen zweiten Lichtbildausweis und eine Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers vorzeigen. Das Mindestalter beträgt in der Regel 21 Jahre, wobei bestimmte Fahrzeugklassen Fahrern ab 25 Jahren vorbehalten sind. Normalerweise müssen Sie Ihren Führerschein seit mindestens einem Jahr besitzen. Wenn Sie einen Führerschein aus einem Nicht-EU-Land besitzen, bringen Sie bitte auch den internationalen Führerschein mit. Beachten Sie die Gültigkeitsdauer von sechs Monaten ab Ausstellungsdatum Ihres Führerscheins. Registrierungsdatum Gilt weiterhin. Wählen Sie den Abholort bewusst: Flughafenfilialen sind zwar praktisch, erheben aber oft einen Flughafenzuschlag. Eine Filiale im Stadtzentrum, die nur eine kurze Zugfahrt entfernt liegt, kann daher für dasselbe Auto deutlich günstiger sein. Melden Sie am Schalter einen zweiten Fahrer an, falls jemand anderes fahren möchte, da ein Unfall mit einem nicht registrierten Fahrer den Versicherungsschutz vollständig aufhebt.

Die Versicherungsfalle und andere Mietkosten

Dies ist das teuerste Missverständnis für Ausländer, die in Deutschland ein Auto mieten. Lesen Sie daher aufmerksam. Fast jede deutsche Autovermietung beinhaltet die Haftpflichtversicherung (gesetzlich vorgeschrieben) und eine Vollkaskoversicherung mit Selbstbeteiligung. Diese Selbstbeteiligung ist der Betrag, den Sie im Schadensfall selbst tragen müssen, bevor die Versicherung den Rest übernimmt. Bei einer Standardmiete liegt sie oft zwischen 800 und 1,500 Euro. „Vollkasko“ bedeutet also nicht, dass Sie im Schadensfall nichts bezahlen müssen: Sie haften für die Selbstbeteiligung pro Schadensfall, selbst für einen Kratzer auf einem Parkplatz, den Sie nicht verursacht haben. Sie können die Selbstbeteiligung auf null reduzieren, entweder bei der Buchung (was in der Regel am günstigsten und empfehlenswert ist) oder am Schalter (wo der Zusatzverkauf teuer ist). Bei Mietzeiten von mehr als ein oder zwei Tagen ist ein Tarif ohne Selbstbeteiligung oder eine separate Selbstbeteiligungsversicherung, die im Voraus abgeschlossen wird, fast immer die vernünftigste Wahl.

Zwei weitere Punkte, die Ausländern oft Schwierigkeiten bereiten. Erstens: Gehen Sie nicht davon aus, dass die in Ihrer Kreditkarte enthaltene Vollkaskoversicherung (CDW) Sie hier schützt. In Deutschland haftet die Autovermietung gemäß dem deutschen Mietvertrag und begleicht Ihre Selbstbeteiligung direkt. Die Versicherung Ihrer Kreditkarte, insbesondere die einer nicht-europäischen Karte, erstattet Ihnen die Selbstbeteiligung in der Regel erst im Nachhinein, wenn überhaupt. Die Autovermietung berechnet Ihnen die Selbstbeteiligung zunächst und überlässt es Ihnen, diese zurückzufordern. Im Ernstfall hilft das selten, verlassen Sie sich also nicht darauf. Zweitens: Die Autovermietung blockiert bei der Abholung eine Kaution auf Ihrer Kreditkarte. Diese entspricht häufig der Selbstbeteiligung zuzüglich des Tankpreises. Dadurch verringert sich Ihr verfügbares Kreditlimit für die Mietdauer. Die Kaution wird freigegeben, nachdem Sie das Fahrzeug unbeschädigt zurückgegeben haben. Debitkarten oder Karten mit niedrigem Limit werden aus diesem Grund oft nicht akzeptiert. Achten Sie auch auf die Tankregelung: „Voll-zu-Voll“ (Sie übernehmen einen vollen Tank und geben ihn voll zurück) ist die fairste und in der Regel günstigste Option. Bei der „Voll-zu-Leer“-Regelung hingegen wird Ihnen ein voller Tank zu einem überhöhten Preis berechnet, und Sie erhalten keine Rückerstattung für nicht verbrauchten Kraftstoff. Rechnen Sie mit einer Einweggebühr, wenn Sie das Auto an einem anderen Ort zurückgeben als dem, an dem Sie es abgeholt haben, und einem Jungfahrerzuschlag pro Tag, falls der Hauptfahrer unter 25 Jahre alt ist. Um Ihren tatsächlichen Kraftstoffverbrauch für eine Reise abzuschätzen, können Sie den oben erwähnten kostenlosen Spritkostenrechner nutzen. Dieser liefert Ihnen anhand von Strecke und Verbrauch eine schnelle Schätzung.

Fahren eines gemeinsam genutzten Elektroautos

Ein Großteil der Carsharing-Flotten und ein wachsender Anteil der Mietwagen sind mittlerweile elektrisch. Daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das geteilte Auto, das Sie freischalten, ein Elektrofahrzeug ist, selbst wenn Sie keins ausgewählt haben. In der Praxis ändert sich dadurch kaum etwas an der Fahrt. Das Auto fährt wie gewohnt: Sie entriegeln es, fahren los und beenden die Miete wie immer. Der einzige Unterschied besteht darin, was Sie tun, wenn der Akku fast leer ist. Beim Carsharing zahlen Sie nicht selbst fürs Laden: Im Auto befindet sich eine Ladekarte, ähnlich der Tankkarte in einem Benziner, die Sie an einer öffentlichen Ladestation nutzen. Viele Anbieter belohnen Sie für das Aufladen am Ende Ihrer Fahrt mit Freiminuten – es kann sich also lohnen. Die App des Anbieters zeigt Ihnen die aktuelle Reichweite und in der Regel auch die nächstgelegenen Ladestationen im Betriebsgebiet an.

Was Sie nicht beherrschen müssen, ist die eigentliche Ladetechnik, die verschiedenen Steckertypen, Ladenetzwerke, Apps und Karten sowie die Ladegeschwindigkeit an verschiedenen Ladestationen. Diese Informationen gehören zu Ihrem eigenen oder regelmäßig geladenen Auto und werden in unserem entsprechenden Kapitel ausführlich behandelt. Elektrofahrzeuge und LadenFür ein gemeinsam genutztes Elektroauto genügt die Kurzfassung: Nutzen Sie die Ladekarte im Auto, laden Sie es an einer öffentlichen Ladestation auf, wenn die Reichweite niedrig ist, und überlassen Sie die Abrechnung dem Anbieter. Wenn Sie ein Elektroauto für eine längere Fahrt mieten, anstatt es in der Stadt per Carsharing zu nutzen, sollten Sie dieses Kapitel zuerst lesen, da Sie bei einem Mietwagen die Ladekarte und das Ladenetzwerk möglicherweise selbst verwalten müssen.

Parken, Bußgelder und Flughafentransfers

Das Parken eines Carsharing- oder Mietwagens unterliegt den üblichen städtischen Regeln, mit einer wichtigen Ausnahme und einer zu beachtenden Regel. Carsharing-Anbieter haben eine stadtweite Parkvereinbarung, sodass Sie deren Fahrzeuge in den meisten öffentlichen Parkzonen ohne Parkausweis oder Parkuhr abstellen können. Der Anwohnerparkausweis ist jedoch nicht übertragbar: Er ist an ein zugelassenes Fahrzeug und eine registrierte Adresse gebunden und gilt daher nicht für Carsharing- oder Mietwagen. Auch in ausgewiesenen Anwohnerparkplätzen müssen Sie Ihren Mietwagen wie jeder andere Besucher vorschriftsmäßig parken. Achten Sie auf die Beschilderung, verwenden Sie gegebenenfalls eine Parkscheibe (die Pappscheibe mit Ihrer Ankunftszeit) und bezahlen Sie am Parkautomaten. Bewahren Sie den Beleg auf, wenn Sie einen Mietwagen fahren.

Wenn Sie mit einem Mietwagen ein Knöllchen (einen Strafzettel wegen Falschparkens oder eines Verkehrsverstoßes) erhalten, geht die Benachrichtigung an den Fahrzeughalter, also die Autovermietung, nicht an Sie. Die Autovermietung zahlt oder leitet das Bußgeld weiter und belastet Ihre Kreditkarte anschließend. Fast immer kommt noch eine Bearbeitungsgebühr für den Papierkram hinzu, sodass aus einem kleinen Strafzettel schnell eine hohe Rechnung wird. Die Regelungen zu den Bußgeldern selbst und der Bußgeldkatalog sind in [fehlende Information] beschrieben. Autofahren in DeutschlandSchäden funktionieren genauso, nur umgekehrt: Melden Sie jeden neuen Schaden sofort in der Carsharing-App oder am Schalter und fotografieren Sie das Auto bei Abholung und Rückgabe, da nicht dokumentierte Schäden mit Ihrer Selbstbeteiligung verrechnet werden. Buchen Sie bei Abholung am Flughafen die Station am Terminal, wenn Ihnen Bequemlichkeit wichtig ist. Vergleichen Sie dies jedoch mit einer Stadtstation, da Flughafenstationen häufig einen Aufpreis erheben. Wenn Sie ein Free-Floating-Auto in Flughafennähe abgeben, prüfen Sie, ob die Rückgabe dort erlaubt ist oder eine Gebühr für die Rückgabe außerhalb der Zone anfällt.

Was macht man als nächstes

Beginnen Sie mit der Führerscheinfrage, denn ohne sie funktioniert nichts. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Führerschein in Deutschland gültig ist. Falls Sie einen Führerschein eines Nicht-EU-Landes besitzen, prüfen Sie die Sechsmonatsfrist und beantragen Sie rechtzeitig einen internationalen Führerschein. Weitere Informationen finden Sie in unserem entsprechenden Kapitel. Autofahren in DeutschlandWählen Sie dann das passende Fahrzeug für Ihre Reise: ein Free-Floating-Auto für eine spontane Fahrt durch die Stadt, wobei Sie den Kilometerpreis von Miles mit einem Minutenpreisanbieter für längere oder langsamere Fahrten vergleichen können; einen stationsbasierten Anbieter für einen geplanten Tag mit Erledigungen; und einen Mietwagen für einen ganzen Tag, ein bestimmtes Fahrzeug oder eine längere Reise.

Wenn Sie ein Auto mieten, buchen Sie die Selbstbeteiligung im Voraus auf null, anstatt erst am Schalter. Verwenden Sie für die Kaution eine gültige Kreditkarte, wählen Sie eine Tankregelung „voll zu voll“ und fotografieren Sie das Auto vor Fahrtantritt. Registrieren Sie sich am besten jetzt schon bei einem Carsharing-Anbieter, damit die Identitäts- und Führerscheinprüfung bereits vor dem Tag Ihrer ersten Fahrt abgeschlossen ist. Für die meisten Menschen in einer deutschen Stadt ist ein Deutschlandticket für den täglichen Verkehr plus gelegentliches Carsharing oder einen Mietwagen günstiger und einfacher als ein eigenes Auto. Steuern, Versicherung, TÜV und Parkgenehmigungen entfallen. Dieses Kapitel bietet allgemeine Hinweise zum Leben in Deutschland und stellt keine Rechts- oder Versicherungsberatung dar. Prüfen Sie die genauen Bedingungen Ihres Anbieters oder Ihrer Autovermietung, bevor Sie unterschreiben.

Über diese Informationen

Dieses Kapitel bietet eine allgemeine Orientierung auf Grundlage weit verbreiteter Informationen zum Alltag in Deutschland (Stand: Juli 2026). Es handelt sich um allgemeine Hinweise, nicht um individuelle Rechts-, Steuer- oder medizinische Beratung. Detaillierte Informationen zu einzelnen Themen und offizielle Quellen finden Sie in den verlinkten Kapiteln auf WeLiveIn.de (siehe oben).


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