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Veränderte Trends im Alkoholkonsum der Deutschen, insbesondere der Jugend

by WeLiveInDE
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Aktuelle Studien und Umfragen in Deutschland zeigen eine deutliche Verschiebung des Alkoholkonsumverhaltens, insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung. Während Deutschland nach wie vor ein Land mit einer starken Tradition des Bier- und Weinkonsums ist, ist ein spürbarer Rückgang des Alkoholkonsums insgesamt zu verzeichnen.

Sinkender Alkoholkonsum: Ein langfristiger Trend

Daten des Bundesgesundheitsministeriums zeigen, dass der Alkoholkonsum in Deutschland in den letzten vier Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen ist. Dieser Trend erstreckt sich über verschiedene alkoholische Getränke, darunter Bier, Wein, Sekt und Spirituosen. Trotz dieses Rückgangs konsumiert ein beträchtlicher Teil der deutschen Bevölkerung weiterhin regelmäßig diese Getränke, wobei Bier nach wie vor am beliebtesten ist.

Die repräsentative Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahr 2021 bestätigt diesen Trend, insbesondere bei der Jugend. Die Studie, an der rund 7,000 Teilnehmer im Alter von 12 bis 25 Jahren teilnahmen, ergab, dass der regelmäßige Alkoholkonsum junger Menschen auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen gesunken ist. Konkret gaben nur 8.7 % der 12- bis 17-Jährigen an, mindestens einmal pro Woche Alkohol zu trinken, ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren.

Trinkgewohnheiten und Komasaufen von Frauen

Eine interessante Veränderung ist in den Trinkgewohnheiten von Frauen zu beobachten. Während bei Männern ein allgemeiner Rückgang des riskanten Alkoholkonsums zu verzeichnen ist, bleibt der Trend bei Frauen konstant und hat leicht zugenommen. Dazu gehört auch Rauschtrinken, das traditionell häufiger bei Männern auftritt. Insgesamt ist das Rauschtrinken jedoch rückläufig.

Jugendtrends: Weniger Tabak, mehr Cannabis

Neben Alkohol beleuchtet die Studie auch andere Substanzkonsumtrends bei jungen Menschen. Das Rauchen von Tabak wird immer unbeliebter und geht seit 1997 kontinuierlich zurück. Bemerkenswerterweise gaben 83 % der 12- bis 17-Jährigen an, noch nie in ihrem Leben geraucht zu haben. Umgekehrt hat der Cannabiskonsum zugenommen, insbesondere in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen, wo die Hälfte es mindestens einmal probiert hat, was den höchsten Wert seit den 1970er Jahren darstellt.

Auswirkungen und Präventionsbemühungen

Diese Erkenntnisse haben wichtige Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und Präventionsstrategien. Burkhard Blienert, der Beauftragte der Bundesregierung für Suchtmittel, betont die Wirksamkeit der Prävention, insbesondere im Zusammenhang mit Alkohol- und Tabakkonsum. Allerdings weist er auch auf die Notwendigkeit wirksamerer Strategien zur Cannabisprävention hin.

Die Ergebnisse der Studie spiegeln einen umfassenderen Wandel der Einstellungen und Verhaltensweisen gegenüber Alkohol- und Substanzkonsum unter deutschen Jugendlichen wider. Dies deutet auf ein wachsendes Bewusstsein und Gewissenhaftigkeit in Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden hin, ein Trend, den politische Entscheidungsträger und Gesundheitspädagogen gerne verstehen und unterstützen möchten.

Während Deutschland weiterhin mit diesen sich ändernden Trends zurechtkommt, liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Förderung eines verantwortungsvollen und informierten Umgangs mit Alkohol- und Substanzkonsum, insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung.

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