Startseite NachrichtenDoppelte Ermittlungen nach Tod eines deutschen Touristen in Paris eingeleitet

Doppelte Ermittlungen nach Tod eines deutschen Touristen in Paris eingeleitet

by WeLiveInDE
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Am Wochenende ereignete sich in Paris ein tragischer Vorfall, der zum Tod eines deutschen Touristen führte und zu laufenden Doppelermittlungen durch die deutschen und französischen Behörden führte. Der Anschlag in der Nähe des Eiffelturms wird mit einem mutmaßlichen Terroranschlag in Verbindung gebracht.

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat ihre Ermittlungen zum Mord an dem deutschen Staatsbürger angekündigt. Diese Ermittlungen laufen parallel zu den französischen Ermittlungen, die von Anti-Terror-Staatsanwälten durchgeführt werden. Der Angreifer, der den französischen Behörden bereits aufgrund früherer terroristischer Aktivitäten bekannt ist, steht im Verdacht, Teil einer Terrororganisation im Ausland zu sein.

In einer erschreckenden Abfolge von Ereignissen griff der Angreifer in der Nähe des Quai de Grenelle ein deutsches Paar mit einem Messer an. Der 23-jährige Mann, der die doppelte deutsche und philippinische Staatsbürgerschaft besaß, erlag seinen Verletzungen. Berichten zufolge handelte es sich um einen Krankenpfleger, der berufsbedingt nach Deutschland gezogen war. Sein Begleiter wurde bei dem Angriff verletzt. Auf der Flucht vor der Polizei versuchte der Angreifer dann, zwei weitere Personen mit einem Hammer anzugreifen.

Der französische Innenminister Gerald Darmanin verwies auf die psychischen Probleme des Verdächtigen und seine frühere Überwachung auf mögliche Radikalisierung. Berichten zufolge hatte der Verdächtige in einem Social-Media-Video dem sogenannten „Islamischen Staat“ (IS) die Treue geschworen. Außerdem hatte er wegen der Planung eines Anschlags im Jahr 2016 eine Haftstrafe verbüßt.

Hans-Jakob Schindler, leitender Direktor des Counter Extremism Project (CEP), äußerte Bedenken hinsichtlich dieser neuen Methode des Terrorismus, bei der es darum geht, Einzelpersonen online dazu zu inspirieren, Angriffe ohne komplexe Planung durchzuführen. Dieses Vorgehen, so Schindler, sei eine Taktik des IS, um Relevanz und öffentliche Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten.

Die französischen Ermittlungen deckten ein Video auf, in dem der Angreifer dem IS die Treue schwor. Der gebürtige Franzose iranischer Abstammung war zuvor wegen der Planung eines Anschlags auf das Pariser Geschäftsviertel La Défense verurteilt worden. Seine Mutter hatte Bedenken hinsichtlich seines Verhaltens bei der Polizei gemeldet, doch die Behörden sahen keinen unmittelbaren Grund, einzugreifen.

Französische Beamte, darunter Präsident Emmanuel Macron und Premierministerin Elisabeth Borne, drückten ihr Beileid aus und betonten die Widerstandsfähigkeit des Landes gegen den Terrorismus. Macrons in den sozialen Medien verbreitete Botschaft drückte der Familie des Opfers sein Mitgefühl aus. Borne lobte die Professionalität und den Mut der Sicherheits- und Rettungskräfte, die an der Festnahme des Angreifers beteiligt waren.

Dieser Vorfall in Paris reiht sich in eine Reihe ähnlicher Anschläge ein, die Frankreich in jüngster Zeit erschüttert haben. Das Land hatte nach einem Angriff auf eine Schule in Arras und anderen Vorfällen die höchste Alarmstufe für Terrorgefahren angehoben, was auf eine anhaltende Besorgnis über inländischen Terrorismus und Radikalisierung hinweist.

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